Titel2

Triebwagen V7E

V7E 3371 in Rönneburg (Foto: Rüdiger Berger)

Sommer 1970: Wagen 3371 im Gleisdreieck Rönneburg
(Foto: Rüdiger Berger)

 

Fährt heute im Museum am Schönberger Strand: V7E 3361

Sommer 2009: Wagen 3361 am Schönberger Strand
(Foto: Holger Ebeling)

 

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Eine Weiterentwicklung der Hamburger V6-Triebwagen war die Nachfolgeserie V7. Sie ähnelten dem V6 in den Abmessungen, waren aber bereits ab Werk mit Teleskoptüren ausgestattet. Ebenfalls zu Einmannwagen umgebaut und als V7E bezeichnet, verschwand diese Gattung noch vor dem Vorgängertyp V6E und dem Ende der Hamburger Straßenbahn.

Zur Geschichte:

Insgesamt wurden 90 Triebwagen in zwei Serien zwischen 1953 und 1957 beschafft. Mitte der sechziger Jahre baute man die V7 zu Einmannwagen um und bezeichnete sie als V7E.

Auffälligster Unterschied zum V6E ist sicherlich die eckige Ausführung der Klappfenster. Wer die beiden Serien nebeneinander stellt, wird außerdem eine unterschiedliche Fensteraufteilung auf der Türseite des Triebwagens ausmachen können. Erst auf den zweiten Blick fällt die unterschiedliche Ausführung der Dachkanten auf. Diese wurden beim V6E in der Höhe halbiert, wogegen sie beim V7E noch in der ursprünglichen Ausführung erhalten blieben.

Mit dem schrumpfenden Liniennetz wurden die die ersten Exemplare dieser Serie ab 1970 entbehrlich und ausgemustert. Während die meisten V6E in den letzten Betriebsjahren noch eine Neulackierung erhielten, verzichtete man bei den V7E darauf, was sie insbesondere zum Schluss etwas verschlissen aussehen ließ.

Mit Wagen 3361 schied im Juni 1977 der letzte V7E aus dem Bestand aus. Das Ende der Hamburger Straßenbahn erlebte diese Gattung somit nicht mehr.

Zwei V7E-Triebwagen haben bis heute überlebt. Wagen 3363 steht im Hannoverschen Straßenbahn-Museum e.V. (HSM) in Sehnde. Allerdings ist der Wagen nicht zugänglich abgestellt.

Der zweite Überlebende ist der V7E, Nr. 3361. Sein Standort ist das Straßenbahnmuseum des Verein Verkehrsamateure und Museumsbahn e.V. (VVM) am Schönberger Strand. Dort ist er zwar nicht für den Fahrgastverkehr zugelassen, dafür aber fahrfähig und verläßt das schützende Hallendach für die eine oder andere Fahrzeugparade auf der Anlage.

Unser Modell:

Wir haben elf Exemplare dieser Serie ausgesucht und nachgebildet. Die Funktionen sind identisch mit den V6E. Deshalb gilt auch für diese Triebwagen von der Bedienung her das Handbuch des V6E.

Alle elf Wagen sind mit historischer Wagennummer und Werbung belegt. Neben den Triebwagen ist auch  Zubehör enthalten, wobei wir auf die Beigabe einer Demostrecke verzichtet haben.

Die Funktionen und Schalter im Überblick:

  • Fahrkurbel und Fahrtwendehebel
  • Tachometer
  • Kontrollampen
  • Feststellbremse
  • Sandstreuhebel
  • Weichentaster für elektrische Weichen
  • Tüsteuerung (über Fahrer oder Fahrgast)
  • Türstellungskontrollen
  • Sicherungsautomaten für die Türen
  • Fahrerfenster und Sonnenblende
  • Wechselblinker
  • Stromabnehmer absenken
  • Innenbeleuchtung in verschiedenen Schaltkreisen
  • Notsignal
  • Abblend- und Standlicht
  • Hauptsicherung an/aus (fliegt bei Überlastung raus!)
  • Störungstransparent
  • Scheibenwischer
  • Scheibenheizung
  • Weichenlampe
  • Signalglocke
  • Anzeige der Linie und des Ziels über animierte Rollbandanlagen
  • Rangierfahrschalter

Das Set ist zum Preis von 5,00 € in unserem Shop als Downloadversion erhältlich. Davon geht ein Euro als Spende an den Verein Verkehrsamateure und Museumsbahn e.V. (VVM) für das Straßenbahnmuseum am Schönberger Strand.

Quelle: Hermann Hoyer - Die Hamburger Straßenbahn - Wagenpark 3. Teil 1945 bis 1978

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